Das Einfaden-Elektrometer, entwickelt vom deutschen Physiker Carl Lutz, wurde 1908 unter der Leitung von Leopold Pfaundler für das Institut für Physik der Universität Graz angeschafft. Es dient dazu, besonders geringe Spannungen zu messen.
Das Messinstrument besteht aus einem feinen Wollastonfaden – ein feiner Draht aus dem chemischen Element Platin –, der am unteren Ende mit einem elastischen Quarzfaden verklebt und am oberen Ende an einen metallischen Träger gelötet ist. Dieser Träger übernimmt gleichzeitig die Zufuhr von Ladungen und Spannungen und ist in eine Bernsteinplatte eingesetzt. Wenn eine Spannung angelegt wird, wird der vorgespannte Wollastonfaden geschwenkt. Die Höhe dieser Auslenkung entspricht dem Wert der anliegenden Spannung und kann mit dem Ablesemikroskop präzise bestimmt werden.
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