In Ihrem Vortrag am 17. März 2026, um 18.00 Uhr, im SZ 01.18 (Universitätsplatz 3, 1. OG) stellt sich die Professorin für Kunstpädagogik Nora Sternfeld den Fragen: Was kann das Museum als demokratische Institution leisten und welche imaginären Anrufungen der Repräsentation von Demokratie sind fast schon undemokratisch? Andererseits haben sich in den vernetzten Systemen der sozialen Medien, in denen Klicks und Aufmerksamkeit viel mehr wert sind als nachvollziehbare Argumente und kaum Platz für Komplikationen und Gleichzeitigkeiten, in den Förderlogiken und Begriffskonjunkturen der Gegenwart, in denen selbst Demokratie als Marke beworben wird, Kämpfe und Widerstände zuerst fast unmerklich und dabei zugleich drastisch gewandelt: Wir stehen nicht mehr zusammen, sondern bestenfalls in Konkurrenz zueinander und schlimmstenfalls in blankem Hass gegeneinander. Wenn Wissen und Erinnerung immer umkämpft und umstritten sind, so scheinen sie es heute unter sehr spezifischen und unheimlichen Bedingungen zu sein. Wie kann eine Museumsarbeit aussehen, die sich den binären Logiken der Verschwörungstheorien widersetzt und die sowohl mit den als auch gegen die Lücken und Brüche arbeitet, die Überlieferung als Herrschaftstechnik mit sich bringt?
Wer die Sonderausstellung „Demokratie er-leben. Deine Stimme. Deine Wahl. Deine Zukunft“ noch nicht gesehen hat, kann zum Abschluss des Abends an einer Führung mit Kustos Franz Stangl teilnehmen.
Details und Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter: https://universitaetsmuseen.uni-graz.at/de/veranstaltungen/universitaetsmuseen-das-radikaldemokratische-museum-vortrag-von-nora-sternfeld-1/
Das Team der Universitätsmuseen freut sich auf Ihren Besuch!