Sammlungen an der Universität Graz
Universitätsplatz 3/II, A-8010 Graz
KontaktAo.Univ.-Prof. Dr. phil. Mag. Manfred Lehner +43 (0)316 380 – 8124 https://museumonline-antike.uni-graz.at/de/archaeologische-sammlungen/ |
Die Archäologischen Sammlungen des Instituts für Antike der Universität Graz wurden bereits 1865 gegründet; das Institut (vormals: Institut für Klassische Archäologie) gibt es erst seit 1894. Die Sammlungen bestehen aus drei Teilen: Der Schwerpunkt der Gipssammlung liegt auf der griechischen Bildhauerkunst von der Archaik bis zum Hellenismus. Der ständig ausgestellte Teil der Originalsammlung besteht zum größten Teil aus Erzeugnissen griechischer Töpferkunst von der geometrischen bis zur spätklassischen Epoche; darüber hinaus findet sich eine bunte Mischung von Fundgegenständen aller Epochen und Regionen der Alten Welt, die Skulptur- und Architekturfragmente aus Stein, Statuetten aus Terrakotta und Bronze, Steinproben und vieles mehr umfasst. Die Studiensammlung umfasst neben Grabungsfunden des Instituts (z. B. aus der Römersiedlung von Kalsdorf bei Graz) vor allem eine repräsentative Scherbensammlung prähistorischer und antiker Keramik
Universitätsplatz 3/II, A-8010 Graz
KontaktUniv.-Prof. Dr. habil. Wolfgang Spickermann wolfgang.spickermann(at)uni-graz.at +43 (0)316 380 – 2340 |
Das ehemalige Institut für Alte Geschichte und Altertumskunde (jetzt Institut für Antike) an der Universität Graz besitzt eine Sammlung von ca. 1000 Abklatschen lateinischer und griechischer Inschriften. Über die Herkunft der Abklatsche können bislang nur Vermutungen angestellt werden, sie dürften Großteils um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert angefertigt worden sein. Die griechisch-sprachigen Abklatsche stammen zum größten Teil von Inschriften aus Athen, Olympia, von einigen griechischen Inseln und aus Rom und datieren vom 6. Jh. v. Chr. bis ins 4. Jh. n. Chr.; die lateinischen von kaiserzeitlichen Inschriften aus Rom, Italien und dem osteuropäischen Gebiet.
Universitätsplatz 3/II, A-8010 Graz
KontaktUniv.-Prof. Dr. habil. Wolfgang Spickermann wolfgang.spickermann(at)uni-graz.at +43 (0)316 380 – 2340 |
Das ehemalige Institut für Alte Geschichte und Altertumskunde der Universität Graz (jetzt Institut für Antike) besitzt als einziges der vergleichbaren österreichischen Institute umfangreiche Sammlungsbestände, darunter auch eine respektable Münzsammlung, welche fast 4000 antike Münzen umfasst. Die Sammlungsbereiche erstrecken sich vom klassischen Griechenland über bedeutsame Bestände hellenistischer und keltischer Münzen bis hin zu völkerwanderungszeitlichen und byzantinischen Objekten. Der Großteil der Sammlung besteht aus römerzeitlichen Prägungen. Einzelne Teile der Sammlung wurden bereits seit den 1980er Jahren im Rahmen von Diplomarbeiten und Dissertationen unter der Betreuung von Heribert Aigner bearbeitet; im Jahr 2008 publizierte Ursula Schachinger dann einen Katalog des Gesamtbestandes in Buchform, wobei hier die neueste Spezialliteratur berücksichtigt werden konnte. Denn gerade seit den 1990er Jahren sind einige grundlegende Systemwerke zur antiken Numismatik erschienen, die als Standardzitierwerke unverzichtbar geworden sind und aufgrund der Neurekonstruktion antiker Prägesysteme bestimmter chronologischer Einheiten zur Erstellung von neuen Emissionsabfolgen geführt haben. Die digitale Aufbereitung der Sammlung wurde im Jahre 2010 durch eine Kooperation mit dem Zentrum für Informationsmodellierung der Karl-Franzens-Universität Graz initiiert und präsentiert hier im Rahmen des "Onlineportals Alte Geschichte" zu jeder Münze sowohl alle numismatisch relevanten Daten als auch erschließbare archivalische Informationen inklusive Bilder.
Attemsgasse 25, 1.OG, A-8010 Graz
KontaktName +43 (0)316 380 – Tel. Nr. |
Rudolf Meringer wurde am 9. März 1859 in Wien geboren und promovierte 1882 an der Universität Wien im Fach Deutsche Philologie. Nach vierzehnjähriger Lehrtätigkeit an der Universität Wien folgte er 1899 einem Ruf als Ordentlicher Professor für Sanskrit und Vergleichende Sprachforschung an die Universität Graz. Meringer entwickelte von Beginn an eine besondere Vorliebe zur volkskundlichen Sachforschung und gilt als einer der Begründer der Forschungsrichtung Wörter und Sachen.
Viktor Geramb erwarb 1931 aus dem Besitz der Witwe Rudolf Meringers die mehr als 200 Objekte umfassende Sammlung für den damaligen „Volkskundlichen Lehrapparat“. Der Bestand dokumentiert zum großen Teil Meringers bevorzugte Forschungsgebiete: Entwicklung der (Kachel-)Öfen, Herd- und Ofengeräte sowie Textilverarbeitung. Der Großteil der Sammlung entstand zwischen 1900 und 1930 und wurde von Meringer auf seinen zahlreichen Wanderungen in Ostösterreich und am Balkan zusammengetragen.
Heinrichstraße 26, 2. OG, A-8010 Graz
KontaktUniv.-Prof. Dr. Tanja Skambraks tanja.skambraks(at)uni-graz.at +43 (0)316 380 – 2245 |
Seit dem Mittelalter ist das Siegel ein selbständiges Rechtsmittel. Es diente als Beweis und zur Beglaubigung von Rechtsgeschäften und gibt in Zusammenhang mit der Urkunde auch Auskunft über die beteiligten Personen, an erster Stelle über den Siegelinhaber. Damit es als Beglaubigungs- und Identifikationsmittel dienen kann, müssen zwei wichtige Punkte erfüllt werden: 1.) Das Siegelbild muss den Siegelführer eindeutig zu erkennen geben, sei es durch Wappen, gewisse Formgebung, die Darstellung desselben etc. 2.) Das Siegel darf nur von diesem Siegelführer verwendet werden.
Die Sammlung der Universität Graz, die zum Großteil Wachs- und Gipsabgüsse, aber auch einige Originale besitzt, reicht vom 9. bis ins 20. Jahrhundert und beinhaltet insgesamt 281 Siegel.
Schubertstraße 59, A-8010 Graz
KontaktMag. Ulrike Grube ulrike.grube@uni-graz.at +43 (0)316 380 – 8819 / +43 664 88841870 |
Der Botanische Garten der Universität Graz ist ein über 200 Jahre alter Ort für Forschung, Lehre und Erholung. Auf rund 2,8 Hektar wachsen etwa 7.500 Pflanzenarten, die sowohl wissenschaftlich untersucht als auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Der Garten verbindet lebendige Sammlungen mit Biodiversitäts- und Klimaforschung und dient zugleich als Lern- und Erlebnisraum für Besucher:innen.
Holteigasse 6, A-8010 Graz
Das Herbarium der Universität Graz (offizielle Abkürzung: GZU) ist mit rund 1.200.000 Belegen aus aller Welt eine der bedeutendsten botanischen Sammlungen Europas. Das Herbariummaterial umfasst Gefäßpflanzen, Moose, Pilze, Flechten, Myxomyceten, Algen und Cyanobakterien. Derzeit sind etwa 10.000 Typusbelege in GZU aufbewahrt. Von besonderer internationaler Bedeutung ist die von Prof. Dr. Josef Poelt begründete Flechtensammlung mit mindestens 220.000 Belegen.
Elisabethstraße 30, A-8010 Graz
KontaktDr. phil. Mag. Stefan Alker-Windbichler stefan.alker-windbichler(at)uni-graz.at +43 (0)316 380 – 8364 |
Das Franz-Nabl-Institut für Literaturforschung verfügt über eine umfangreiche Bibliothek von derzeit etwa 23.000 Bänden mit dem Hauptaugenmerk auf steirischer bzw. österreichischer Literatur. Den Kern des Bestandes bilden Vor- und Nachlässe steirischer Autor:innen, darunter jene von Barbara Frischmuth, Gerhard Roth, Reinhard P. Gruber, Klaus Hoffer und Werner Schwab. Jüngste Erwerbungen umfassen die Vorlässe von Wilhelm Hengstler, Franz Weinzettl, Günther Eichberger sowie das Verlagsarchiv der Zeitschrift „manuskripte“. Zugleich gibt es eine umfangreiche Zeitungsausschnittsammlung zu mehr als 1.100 steirischen, österreichischen und internationalen AutorInnen. Zu wichtigen Autor:innen der „Grazer Gruppe“ existiert eine Sammlung aus einem Forschungsprojekt (1992-2002), die die internationale Rezeption der „Grazer Gruppe“ bis 1996 und teilweise darüber hinaus dokumentiert.
Universitätsplatz 3/KG, A-8010 Graz
Das Universitätsarchiv bewahrt Ressourcen zur Universität Graz seit ihrer Gründung im Jahr 1585. Der Bestand besteht aus dem Verwaltungsarchiv und verschiedenen Sammlungen, die zu einer umfangreichen Dokumentation der Universitätsgeschichte beitragen. Zu den ältesten Objekten zählen Unterlagen aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Bis zum Ende der „Jesuitenzeit“ (1585–1773) bleibt die Überlieferung sehr spärlich. Ab dem frühen 19. Jahrhundert ist die Sammlung aller relevanten Dokumente annähernd vollständig. Der Gesamtbestand des Universitätsarchivs umfasst derzeit circa acht Laufkilometer Stellfläche. Das Archiv ist im Hauptgebäude der Universität untergebracht.
Universitätsplatz 3a/ZG, A-8010 Graz
KontaktMag. Dr- Thomas Csanády (=Abteilungsleiter lt. Website) +43 (0)316 380 – 3145 |
Die Sondersammlungen gehören mit ihren vier Einheiten Sammlung, Restaurierung, Digitalisierung und Forschungszentrum Vestigia zu den innovativsten Altbuchsammlungen Europas. Zu den international nachgefragten und besonders begehrten Highlights zählt der weltweit vertriebene Grazer Kameratisch zur Digitalisierung wertvoller Unikate, der als Eigenentwicklung aus der Sammlung hervorgegangen ist.
Die Bestände reichen zeitlich über die Anfänge der Jesuitenbibliothek 1573 hinaus und umfassen Papyri, mittelalterliche und neuzeitliche Handschriften, weiter Drucke bis 1900, Landkarten, Atlanten, Faksimiles und den Inhalt diverser Archive.