Herodot
Herodot von Halikarnass(os) (ca. 490/480 – um 430/420 v. Chr.) schildert in seinem Werk „Historien“ die Perserkriege im 5. Jahrhundert v. Chr. und liefert darin eine Verfassungsdebatte, in der Staatsformen erläutert werden:
Wenn aber das Volk herrscht, so hat dies zuerst den schönsten Namen von allen, die Gleichheit vor dem Gesetz. Zum anderen aber tut es nichts von dem, was der Alleinherrscher tut: Es besetzt die Ämter durchs Los, und jedes Amt ist zur Rechenschaft verpflichtet; alle Entscheidungen aber überlässt es der Allgemeinheit. Darum gebe ich nun meine Meinung dahin ab, wir wollen die Alleinherrschaft aufgeben und dem Volk alle Macht überlassen; denn in dem Volke ist alles enthalten.
Leihgabe: Universitätsbibliothek Graz, Sondersammlungen.