Die Berichterstattung traditioneller Medien wie Zeitungen, Fernsehen und Radio ist durch journalistische Qualitätsstandards wie Recherche, Faktenprüfung sowie die Trennung zwischen Nachricht und Kommentar gekennzeichnet. Dadurch sollen eine größtmögliche Objektivität sowie ein Schutz vor zu großer Einseitigkeit und Desinformation gewährleistet werden.
Eine Aufgabe der Medien ist es dabei auch, staatliche Aktivitäten kritisch zu reflektieren und zu kommentieren, um etwaige Missstände aufzudecken und die demokratischen Grundwerte einer Gesellschaft zu wahren. Dementsprechend sind Medien eine maßgebliche Basis für eine funktionsfähige Demokratie, in der die Freiheit der Presse garantiert sein muss.
Gleichzeitig ermöglichen soziale Medien Nutzer:innen die Verbreitung von Informationen. Durch die Veränderung von Algorithmen oder gefälschten Accounts kann sogar bewusst Wahlmanipulation betrieben werden, wie etwa die letzten Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten von Amerika oder in Rumänien aus dem Jahr 2024 gezeigt haben.
Die EU-Verordnung Nr. 2022/2065 des Europäischen Parlaments und des Europäischen Rates trat mit 16. November 2022 in Kraft und wird seit 17. Februar 2024 in der gesamten Union angewendet. Sie verpflichtet Internetplattformen unter anderem zur Offenlegung jener Kriterien, die sie bei der Moderation von Inhalten zugrunde legen.