Im Zentrum des Vortrags stand die Frage, was es bedeutet, „mit anderen Augen“ zu sehen – und inwiefern sich Wahrnehmung selbst durch diesen Perspektivwechsel verändert. Anhand ausgewählter Positionen der Philosophiegeschichte wurde diskutiert, wie aus der Einsicht in die grundsätzliche Perspektivität menschlicher Wahrnehmung eine Haltung entstehen kann, die Vielfalt anerkennt und Pluralität produktiv wertschätzt.
In der anschließenden lebhaften Diskussion mit Prof. Dr. Sonja Rinofner-Kreidl und Prof. Dr. Susanne Kogler, Sprecherinnen des GEWI-Schwerpunktbereichs „Wahrnehmung. “, entwickelte sich ein intensiver Austausch unterschiedlicher fachlicher und theoretischer Perspektiven, der die im Vortrag aufgeworfenen Fragen weiter vertiefte und schärfte.
Abschließend wurden zentrale Impulse des Abends im Rahmen einer Führung durch die Sonderausstellung „Demokratie er-leben. Deine Stimme. Deine Wahl. Deine Zukunft…“ noch einmal aufgegriffen und in einen erweiterten gesellschaftlichen Kontext gestellt.