dass die Geschichte der Regenbogenparade in Graz bis ins Jahr 1992 zurückreicht?
Die Proteste fanden in einer Zeit statt, in der Homosexualität in weiten Teilen der Gesellschaft noch stark tabuisiert war.
Bis 1971 galt ein Totalverbot für Homosexualität (sowohl zwischen Männern als auch Frauen), mit deren Aufhebung aber neue diskriminierende Sonderparagraphen eingeführt wurden, wie beispielsweise §209 StGB, der die sexuelle Beziehung zwischen erwachsenen Männern und männlichen Jugendlichen unter 18 Jahren kriminalisierte, während vergleichbare heterosexuelle sowie lesbische Beziehungen straffrei blieben. Dieser Paragraph wurde erst 2002 als letztes österreichisches Sonderstrafgesetz gegen homosexuelle Handlungen aufgehoben.
Bis heute stellt die Regenbogenparade ein Zeichen für Selbstbestimmung, Gleichberechtigung und gegen Queerfeindlichkeit dar.
Mehr über Protestformen, Gleichberechtigung und die Geschichte von Bürger:innenbewegungen erfährst Du in unserer Ausstellung „Demokratie er-leben. Deine Stimme. Deine Wahl. Deine Zukunft …“.