… dass der internationale Weltmädchentag am 11. Oktober auf die Rechte und Stärken von Mädchen aufmerksam machen soll und sich für gleiche Chancen einsetzt.
Die Idee entstand aus dem Wunsch, die besonderen Herausforderungen sichtbar zu machen, denen Mädchen weltweit begegnen. Dazu gehören beispielsweise fehlender Zugang zu Bildung, Kinderheirat, Gewalt und Benachteiligung aufgrund des Geschlechts. 2011 beschloss die Generalversammlung der Vereinten Nationen, einen International Day of the Girl Child einzurichten. Der erste offizielle Weltmädchentag fand daraufhin am 11. Oktober 2012 statt.
Bildung ist eine zentrale Voraussetzung dafür, dass Mädchen ihr Leben selbstbestimmt gestalten, wirtschaftlich unabhängig werden und sich gesellschaftlich einbringen können. Dennoch haben sie weltweit nicht die gleichen Bildungschancen: Armut, Diskriminierung, Kinderarbeit, frühe Heirat, Gewalt und fehlende Schulen erschweren oder verhindern ihren Zugang zu Bildung. Besonders deutlich zeigt sich die Ungleichheit bei 15- bis 19-Jährigen: Die Wahrscheinlichkeit, weder eine Schule zu besuchen noch zu arbeiten oder eine Ausbildung zu absolvieren, ist bei Mädchen doppelt so hoch wie bei Jungen. In fragilen und von Konflikten geprägten Regionen ist zudem die Wahrscheinlichkeit, keine weiterführende Schule zu besuchen, fast 90 Prozent höher als in stabilen Umfeldern – und damit auch das Risiko einer Kinderehe.
Der Weltmädchentag soll deshalb daran erinnern, dass jedes Mädchen unter anderem das Recht auf Bildung hat – unabhängig davon, wo es geboren wurde oder unter welchen Lebensbedingungen es aufwächst.