Warum verehrten die antiken Griech:innen Athena für ihre Weisheit, während sie Frauen aus der Demokratie ausschlossen?
Das antike Griechenland, allen voran Athen, gilt als Wiege der Demokratie. Frauen zählten allerdings nicht als Teil des Volkes (altgr. dḗmos) und waren somit auch grundsätzlich vom politischen System der Volksherrschaft (altgr. dḗmokratía) ausgeschlossen. Sie konnten keine politischen Ämter innehaben und sich weder an Wahlen noch an öffentlichen Debatten beteiligen. Grundsätzlich unterstanden sie in allen Fragen ihrem Vater oder Ehegatten. Ihre Sphäre war das Private, während das öffentliche Leben eine Männerdomäne blieb.
Weibliche Gottheiten, wie bespielswiese Athena (siehe Vitrine rechts), wurden für ihr Wissen und ihre Fähigkeiten verehrt. In der griechischen Sagenwelt nehmen sie eine aktive Rolle in der Politik auf dem Olymp ein. Doch diese Rolle wurde nicht auf die griechischen Frauen übertragen – zumindest nicht in der Öffentlichkeit. In der Führung des Haushalts konnten sie durchaus Einfluss üben, nicht jedoch in der Gesellschaft.
Die Anfänge der Beziehung zwischen Frauen und der Demokratie waren also alles andere als einfach. Wie, wann und wodurch sich diese verändert hat, wollen wir in den nächsten Stationen herausfinden.