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Objekt des Monats

Einblicke in die Sammlungen der Universitätsmuseen Graz

Im Rahmen der Reihe „Objekt des Monats“ präsentieren die Universitätsmuseen der Universität Graz ausgewählte Objekte aus ihren Sammlungen. Die Beiträge kontextualisieren die Exponate hinsichtlich ihrer historischen Genese, ihrer material- und wissenschaftshistorischen Bedeutung sowie ihrer Rolle innerhalb universitärer Forschungs- und Lehrtraditionen. Ziel ist die exemplarische Sichtbarmachung von Wissensproduktion und Objektkultur im akademischen Kontext.

2026

Universitätsmuseen - Erdglbous nach John Cary ©Peter Doppler
©Peter Doppler
Erdglobus nach John Cary, 1812, Metall, Holz, Glas, 31 cm, Inv. Nr. UM HP 02

Erdglobus nach John Cary (Objekt des Monats - Oktkober 2026)

Der auf einem hölzernen Dreifuß und einem Horizontalring montierte Erdglobus ist, laut den Inventarlisten des Instituts für Experimentalphysik von Karl Hummel, seit 1851 im Besitz der Universität Graz. Der Stecher des Globus ist nicht überliefert, jedoch geht aus der Aufschrift der Kartusche hervor, dass es sich um eine Anfertigung des Geographischen Instituts in Weimar aus dem Jahr 1812 handelt, die nach dem New Terrestrial Globe des britischen Kartographen John Cary (1754–1835) gefertigt wurde.

Der Globus hat einen Maßstab von etwa 1:41.000.000. Zur geografischen Orientierung sind die Meridiane im Abstand von 15° und die Breitenkreise im Abstand von 10° eingezeichnet. Als Hauptmeridian dient der Meridian von Greenwich, der mit 0° Länge festgelegt ist und als Ausgangspunkt für die Bestimmung der östlichen und westlichen Längengrade dient. Zusätzlich sind die Wendekreise sowie die Polarkreise verzeichnet. Darüber hinaus ist die Ekliptik, also die scheinbare jährliche Bahn der Sonne am Himmel, in Grad unterteilt. Insgesamt ermöglichen diese Linien und Angaben eine genaue geografische und astronomische Orientierung auf dem Globus.

Im Jahr 1990 wurde der Erdglobus von Barbara Schrems restauriert und im Rahmen ihrer Diplomarbeit an der Meisterschule für Restaurierung und Konservierung an der Akademie der bildenden Künste in Wien ausführlich beschrieben.

Zur Digitalen Datenbank.

Rektorinporträt Christa Neuper (Objekt des Monats - September 2026)

Wer durch die Rektor:innengalerie in der Aula der Universität Graz geht, begegnet fast einem Jahrhundert Universitätsgeschichte. Das Porträt von Christa Neuper nimmt dabei eine besondere Stellung ein: Es erinnert an die erste und bisher einzige Rektorin der Universität Graz (2011–2019). Seit 2019 wird ihr Porträt, gemalt von Berenike Wasserthal, in der Aula gezeigt. 

Die reduzierte Farbpalette, die zurückhaltende Komposition und die elegante Kleidung verleihen dem Porträt eine ruhige, würdevolle und professionelle Ausstrahlung und betonen Integrität, Selbstbewusstsein sowie Seriosität.

Das Porträt kann als Teil der Rektor:innengalerie in der Aula besichtigt werden.

Rektorinporträt Christa Neuper ©Universitätsmuseen der Universität Graz
©Universitätsmuseen der Universität Graz
Berenike Wasserthal: Christa Neuper (Amtszeit: 2011–2019), 2019, Acryl auf Leinwand, 100x79,7 cm, Inv. Nr. UMG-KG-RP-54
Johann Veit Kauperz (1741–1815): Kupferstichplatte der Bruderschaft zum Hl. Johann(es) Nepomuk,
Johann Veit Kauperz (1741–1815): Kupferstichplatte der Bruderschaft zum Hl. Johann(es) Nepomuk, 32x20,5cm, Inv. Nr. UMG-KG-KW-13

Kupferstichplatte der Bruderschaft zum Hl. Johann(es) Nepomuk (Objekt des Monats - August 2026)

Die Kupferstichplatte von Johann Veit Kauperz zeigt das ehemalige Altarbild der Johannes-Nepomuk-Kapelle in der Grazer Stadtpfarrkirche, das für die Bruderschaft des heiligen Johannes von Nepomuk geschaffen wurde. Dargestellt sind der Heilige mit seinen charakteristischen Attributen – Märtyrerpalme, Kruzifix und Sternenkranz – sowie die Jungfrau Maria mit dem Jesuskind.

Die Verehrung des Hl. Johannes Nepomuk verbreitete sich im Lauf des 18. Jahrhunderts in ganz Europa, sodass im Jahr 1729 auch eine eigens dem Heiligen geweihte Bruderschaft gegründet wurde, die die Johanneskapelle mit einem Altar errichten ließ. Der Kupferstich verweist somit auf die Johannes-Nepomuk-Kapelle, die im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde.

Der Kupferstich kann in der digitalen Präsentation ABC durch den kunsthistorischen Bestand gemeinsamen mit anderen Kunstwerken betrachtet werden.

Eine ausführliche Behandlung dieses Objekts findet sich in: Karin Leitner: Johann Veit Kauperz (1741–1815) – Kupferstecher und Gründer der Steirisch Ständischen Zeichenakademie, Diss., Universität Graz, Graz 1998.

Abakus aus Usbekistan (Objekt des Monats - Juli 2026)

Der Abakus wurde erst kürzlich als Teil der Abakus-Sammlung als Schenkung von Ao.Univ.-Prof.i.R. Dipl.-Ing. Dr.techn. Viktor Kaufmann in die Sammlungen der Universitätsmuseen aufgenommen.

Der Rechenrahmen wurde während einer Usbekistan-Reise von Viktor Kaufmann von einem Altwarenhändler angekauft. Die Rundreise führte nach Chiwa, Buchara, Samarkan, Shahrisabz und Taschkent. Der Abakus veranschaulicht, wie Alltagsgegenstände individuelle Erinnerungen und historische Zusammenhänge miteinander verbinden können.

Universitätsmuseen: Abakus mit Metallstäben und Winkeleisen zur Verstärkung der Ecken sowie Holzperlen ©Viktor Kaufmann
©Viktor Kaufmann
Abakus, Holz, 9 Metallstäbe, Winkeleisen in den vier Ecken zur Verstärkung der Rahmenstabilität, vermutlich 20. Jh., 20 x 29 cm, Inv. Nr. UMG-AB-07
Universitätsmuseen - Universitätsstandarte ©Eva Schantl
©Eva Schantl
Hochrechteckiges, mehrlagiges Fahnenblatt aus Samt mit Dekor aus appliziertem Gewebe und reicher Stickerei, 80x97cm

Universitätsstandarte (Objekt des Monats - Juni 2026)

Die Universitätsstandarte der Universität Graz entstand anlässlich der feierlichen Eröffnung des neuen Hauptgebäudes am 4. Juni 1895. Gestiftet wurde sie von den Ehefrauen jener Professoren, die damals an der Universität lehrten. Ihr Anliegen war es, ein dauerhaftes Erinnerungsstück an dieses bedeutende Ereignis der Universitätsgeschichte zu schaffen.

Erstmals getragen wurde die Standarte von den sogenannten „berittenen Comitates“ – einer Gruppe von Studenten in Kostümen des 16. Jahrhunderts, die Kaiser Franz Joseph zur Eröffnungsfeier begleiteten. Auch in den folgenden Jahrzehnten kam sie bei besonderen universitären Festakten immer wieder zum Einsatz.

Die Vorderseite der Standarte zeigt Pallas Athene, die antike Göttin der Weisheit. Dargestellt ist sie mit Rüstung, langem Haar sowie dem Medusenhaupt („Gorgoneion“) und weiteren symbolischen Attributen. Sie stehen für Klugheit, Weitsicht und Gelehrsamkeit. Ergänzt wird die Darstellung durch den Doppeladler und den steirischen Panther, die die Verbindung zur Universität Graz und zur Steiermark betonen.

Auf der Rückseite befindet sich die Inschrift „Universitas Graecensis“, eingerahmt von einem Lorbeerkranz – einem traditionellen Symbol für Ruhm und wissenschaftliche Leistung.

Die Textilrestauratorin Mag. Eva Schantl hat 2021 das historische Objekt konservatorisch nach internationalen Standards der Objektkonservierung gereinigt und Bruchstellen entsprechend fachgerecht gesichert.

Die Universitätsstandarte ziert zudem auch den Hintergrund des Rektorenporträts von Franz Spath (Amtszeit: 1962/1963), das sowohl physisch in der Aula der Universität Graz sowie in der digitalen Rektor:innengalerie betrachtet werden kann.

Tunnelmikroskop (Objekt des Monats - Mai 2026)

Dieses erste Rastertunnelmikroskop Österreichs wurde 1991 am Grazer Institut für Physik von Alfred Leitner entwickelt und in der Institutswerkstätte gefertigt. Auch die zugehörige Elektronik stammt aus dem institutseigenen Elektroniklabor. Das Messprinzip beruht auf dem quantenmechanischen Tunneleffekt und gewährleistet eine atomare Auflösung. Das bedeutet, das dass Gerät einen Effekt aus der Quantenphysik nutzt, bei dem Elektronen winzige Abstände zwischen Atomen „überbrücken“ können. Dadurch lassen sich Oberflächen so genau messen, dass sogar einzelne Atome sichtbar werden.

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Universitätsmuseen - Objekt des Monats - Tunnelmikroskop ©KANIZAJ | 2019
©KANIZAJ | 2019
Tunnelmikroskop, Metallgehäuse auf Plattform, 1991, Metall, Inv. Nr. UM HP 57
Universitätsmuseen - Objekt des Monats - Marmorsäule ©KANIZAJ | 2019
©KANIZAJ | 2019
Hölzerne Säule, hohl, außen marmoriert, 1922, Holz, Gips, Marmorierung: Steinstaub (?)

Marmorsäule (Objekt des Monats - April 2026)

Die hölzerne Säule aus dem Jahr 1922 diente als Versteck für Leichenteile und wurde so zum materiellen Zeugen eines Verbrechens: Die beiden Kaufleute Bruno Steiner und Johann Keller erdrosselten am 4. April 1922 Elsa Josep, die Tochter eines wohlhabenden Arztes in Kirchbach, um sich ihren Schmuck anzueignen. Nach der Tat, die in Steiners Wohnung in Graz geschah, zerstückelten die Mörder die Leiche mit zwei Küchenmessern in der mit Wasser gefüllten Badewanne und versteckten einige mit Stoff und Papier eingewickelte Körperteile in der Säule. Sie vergossen diese mit Gips und postierten darauf wieder eine große Blumenvase. Die restlichen Körperteile verpackten sie in einen Koffer, den sie in einem Kohlenkeller versteckten.

Die Tat konnte nach viereinhalb Monaten aufgeklärt werden, weil das lebenslustige, gesellige Opfer längere Zeit nicht gesehen wurde und zuvor öfter in der Gesellschaft der beiden Täter gewesen war. Außerdem bemerkte ein misstrauischer Geschäftspartner einen seltsamen Geruch in Steiners Zimmer. Bei der Hausdurchsuchung wurden die Säule untersucht, in der schließlich der Kopf, die Unterarme und Unterschenkel des Opfers, stark mit Fäulnisflüssigkeit getränkte Kleidung sowie ein Strick gefunden wurden.

Fadenelektrometer (Objekt des Monats - März 2026)

Das Einfaden-Elektrometer, entwickelt vom deutschen Physiker Carl Lutz, wurde 1908 unter der Leitung von Leopold Pfaundler für das Institut für Physik der Universität Graz angeschafft. Es dient dazu, besonders geringe Spannungen zu messen.

Das Messinstrument besteht aus einem feinen Wollastonfaden – ein feiner Draht aus dem chemischen Element Platin –, der am unteren Ende mit einem elastischen Quarzfaden verklebt und am oberen Ende an einen metallischen Träger gelötet ist. Dieser Träger übernimmt gleichzeitig die Zufuhr von Ladungen und Spannungen und ist in eine Bernsteinplatte eingesetzt. Wenn eine Spannung angelegt wird, wird der vorgespannte Wollastonfaden geschwenkt. Die Höhe dieser Auslenkung entspricht dem Wert der anliegenden Spannung und kann mit dem Ablesemikroskop präzise bestimmt werden.

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Universitätsmuseen - Objekt des Monats - Fadenelektrometer ©KANIZAJ | 2019
©KANIZAJ | 2019
Fadenelektrometer, Metallgehäuse mit Ablesemikroskop, 1937, Metall, mit Bügel gespannte Fäden spreizen sich durch elektrostatische Abstoßung, Inv. Nr. UM HP 51
Universitätsmuseen - Objekt des Monats - Prägestanzen ©KANIZAJ | 2019
©KANIZAJ | 2019
Prägestanzen zur Herstellung gefälschter brasilianischer 2000-Réis-Münzen, 1902ff., Eisen (Prägestanzen), Packfongblech (Münzen), Inv. Nr. KM.O. 218

Prägestanzen (Objekt des Monats - Februar 2026)

Seit 1902 wurden mit den eisernen Stanzen falsche brasilianische Münzen aus Packfongblech (Legierung aus Kupfer, Zink und Nickel) im Wert von je 2000 Réis (historische Währungseinheit zwischen 1690–1942, heute Real) hergestellt. Diese Münzen sollten in Fässern verborgen nach Brasilien verschifft werden. Die Ermittler schenkten der Rechtfertigung des Täters, es handle sich dabei um Medaillen für Kirchenbesucher, keinen Glauben, zumal sich der Täter schon vorzeiten der Münzfälschung schuldig gemacht hatte.

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Tangentenbussole (Objekt des Monats - Jänner 2026)

Dieses Messinstrument mit einem Spulenkörper aus Marmor wurde 1880 unter der Leitung von Ludwig Boltzmann – insgesamt fünfmal für den Nobelpreis nominiert – in der Werkstätte des Instituts für Physik angefertigt. Es diente der Messung elektrischer Ströme. Der Strom fließt dabei durch eine ringförmige Spule, deren Ebene in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet ist. Das vom Strom erzeugte Magnetfeld wirkt dem Erdmagnetfeld entgegen und versetzt die Magnetnadel in eine Drehbewegung.

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Universitätsmuseen - Objekt des Monats - Tangentenbussole ©KANIZAJ | 2019
©KANIZAJ | 2019
Tangentenbussole, Marmorring mit Spule und Anzeige, 1880, Marmor, Holz, Inv. Nr. UM HP 42

2025

Universitätsmuseen - Objekt der Woche - Brandlegungsapparat ©KANIZAJ | 2019
©KANIZAJ | 2019
Brandlegungsapparat, 1914, Holz, Karton, Schwefel, Holz, Karton, Schwefel, Unterrichtsgegenstand: Nachahmung einer tatsächlich verwendeten Vorrichtung, Inv. Nr. KM.O. 855

Brandlegungsapparat

Bei diesem nachgebauten Brandlegungsapparat handelt es sich um ein kleines Kästchen aus Holzbrettchen, in dem zwei Zündholzschachteln Platz fanden. Zwischen den Streichholzköpfen brachte der Täter zwei Reibflächen an und befestigte daran eine Schnur, die nach außen herausragte.

Der Apparat wurde in einer Tenne unter altem Dachstroh versteckt, da der Täter hoffte, dass die dort täglich spielenden Kinder an der Schnur ziehen und damit unbewusst ein Feuer auslösen würden. Glücklicherweise wurde die Vorrichtung rechtzeitig entdeckt, bevor die Kinder damit in Kontakt kamen.

Trotz der auf den ersten Blick raffinierten Konstruktion war der Brandapparat fehlerhaft. Er war zu kompakt gebaut, sodass die entstehende Flamme beim Ziehen der Schnur nicht ausreichte, um das Kästchen tatsächlich zu entzünden.

 

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Rubinlaserkopf

Der Rubinlaserkopf wurde 1964 von Franz Aussenegg und Julius Wagner am Institut für Physik der Universität Graz entwickelt. Er ist damit der zweitgebaute und zugleich älteste Laser Österreichs. Anschließend fand er Verwendung, um Physikstudierenden die damals neue Lasertechnologie anschaulich näherzubringen. Ein Rubinstab verstärkt dabei das von einem Blitzlicht erzeugte Licht, während zwei Spiegel die Laserwelle in Schwingung halten.

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Universitätsmuseen - Objekt der Woche - Rubinlaserkopf ©KANIZAJ | 2019
©KANIZAJ | 2019
Rubinlaserkopf, Gehäuse mit Rubinstab mit Blitzlampe, 1964, Metall, Glas, Quelle für Licht mit besonderen Eigenschaften, Inv. Nr. UM HP 39
Universitätsmuseen - Objekt der Woche - Christus als guter Hirte ©Universitätsmuseen
©Universitätsmuseen
Unbekannter Künstler: Christus als guter Hirte, ca. 1740, Inv. Nr. UMG-KG-KW-14

Christus als guter Hirte

Das Motiv des „guten Hirten“ ist in der christlichen Kunst weit verbreitet: Jesus führt seine Schafe, Sinnbild der Gläubigen, behütend auf den rechten Weg. Doch dieses Gemälde zeigt eine seltene Variante. Hier trinken die Schafe das Blut Christi – eine Darstellung, die auf die lange Tradition der 'Verehrung des heiligen Blutes' verweist.

Der ungewöhnliche Bildinhalt nimmt Bezug auf Johannes 6,55: „… und mein Blut ist wahrlich ein Trank.“ In der Eucharistie steht der Wein für das Blut Christi – ein Moment der Gemeinschaft zwischen Jesus und den Gläubigen. Doch anstatt es zu symbolisieren, zeigt dieser unbekannte Künstler es im wahrsten Sinne des Wortes.

Auffällig ist auch die geöffnete Brust Jesu. Angelehnt an Johannes 10,7 – „Ich bin die Tür zu den Schafen“ – fungiert Christus hier als Tor zum Glauben und durch das Betreten des Christentums kommen die Gläubigen an einen seligen Ort.

Wilderer-Maske

Diese lederne Gesichtsmaske wurde von Wilderern getragen, um ihre Identität zu verbergen. Im Unterschied zum bloßen Schwärzen des Gesichts ließ sich die Maske schnell abnehmen – so konnten die Träger:innen rasch wieder unauffällig in der Öffentlichkeit auftreten.

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Universitätsmuseen - Objekt der Woche - Wilderer-Maske ©KANIZAJ | 2019
©KANIZAJ | 2019
Wilderer-Maske, 1895, Leder, Inv. Nr. KM.O. 460
Universitätsmuseen zeigen beim Objekt der Woche das Astronomische Fernroh auf einem Stativ vor einer erklärenden Tafel mit Text ©KANIZAJ | 2019
©KANIZAJ | 2019
Historisches Fernrohr auf Stativ, 19. Jh., Messing Holz, Schneckengetriebe zur Feineinstellung, Inv. Nr. UM HP 7

Astronomisches Fernrohr

Das astronomische Fernrohr, das auf einem hölzernen Dreifuß montiert ist, wurde Mitte des 19. Jahrhunderts vom Wiener Optiker Simon Plössl gefertigt. Es verfügt über ein Schneckengetriebe zur präzisen Einstellung von Höhe und Azimut (der anzeigt, in welcher Richtung am Horizont ein Himmelskörper steht). Das Objektiv besitzt einen Durchmesser von 8,5 cm und eine Brennweite von 145 cm.

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Tatortkoffer

Hans Gross entwickelte auf der Basis seiner praktischen Erfahrung als Untersuchungsrichter die sogenannte „Commissionstasche“, in der alle Instrumente untergebracht sein sollten, die der Kriminalist am Tatort benötigt. Reichte ursprünglich eine Offizierssäbeltasche aus, so wurde daraus bald ein Koffer, der die wachsende Zahl von mitzuführenden Gegenständen umfasste.

Im Tatortkoffer war unter anderem mitzuführen: Schrittzähler, Pauspapier, Stifte, Feder und Papier, Maßband, Zirkel, Gips, Siegellack, Kompass, Blechschachtel mit Zündhölzern, Reißnägel, Seifenblätter, diverse Chemikalien, Pinsel, Seidenpapier, Lupe, Gummi arabicum, Amtssiegel, Wechselstrümpfe, Kruzifix mit zwei kleinen Kerzen, Dose mit Bonbons, Zigarren.

Der „Tatortkoffer“ ist die Keimzelle der modernen Tatortarbeit. Heute gibt es spezialisierte Ausrüstung für verschiedene Sachbereiche (Fingerabdrücke, Fußspuren, DNA etc.) bis hin zu entsprechend bestückten Einsatzfahrzeugen.

Zur digitalen Datenbank

Universitätsmuseen - Objekt der Woche - Tatortkoffer ©Uni Graz/Kanizaj
©Uni Graz/Kanizaj
Tatortkoffer ("Komissionstasche"), ca. 1900, Holz, Leder, Metalle, Glas, Papier, Karton etc., entwickelt von Hans Gross, Inv. Nr. KM.O. 1395

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