In seinem Vortrag sprach Prof. Vorländer über den aktuellen Zustand der Demokratien in Europa und weltweit. Besonders Herausforderungen wie Kriege, internationale Konflikte, aber beispielsweise auch die Corona-Pandemie, haben einen starken Einfluss auf die demokratische Ordnung, die dazu gezwungen wird, Strategien zur inneren und äußeren Resilienz zu entwickeln.
Im Verlauf des Vortrags betonte der Politikwissenschaftler außerdem, dass sich das Wahlverhalten in den letzten Jahren deutlich verändert hat. Anstatt sich wie früher vor allem an politischen Parteien zu orientieren, treffen viele Menschen ihre Entscheidungen heute zunehmend auf Basis einzelner Themen, die affektiv besonders aufgeladen sind. Er wies darauf hin, dass diese Entwicklung die politische Landschaft fragmentiert und die öffentlichen Debatten polarisiert. Themen, die starke Gefühle hervorrufen, gewinnen an Bedeutung, während klassische Parteibindungen an Einfluss verlieren.
Abschließend rundete eine lebhafte Diskussion den Abend ab und Interessierte konnten die Thematik anschließend noch in einer Führung in der Sonderausstellung „Demokratie er-leben. Deine Stimme. Deine Wahl. Deine Zukunft.“ vertiefen.
